Sanierung

 

Wie jedes weitgehend ungenutzte Gebäude begann auch der Röperhof in den 1970er Jahren langsam zu verfallen. Es ist der Initiative von Christoph Mühlhans und der steten Unterstützung durch die Familie Röper zu verdanken, dass diesem Verfall schließlich Einhalt geboten wurde und der Röperhof heute als rundum saniertes Baudenkmal einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Als junger Student nahm Christoph Mühlhans 1982 mit der Familie Röper Kontakt auf und folgte damit der Idee, den Hof zu retten, die er bereits als Schüler gehabt hatte, als er den Röperhof langsam verfallen sah. 1983 wurde zwischen ihm und der Familie Röper ein langfristiger Pachtvertrag geschlossen. Christoph Mühlhans hatte sich zum Ziel gesetzt, den Beweis dafür anzutreten, dass ein Baudenkmal wie der Röperhof erhalten werden kann, ohne dass es rein museal konserviert wird und schließlich auf öffentliche Gelder angewiesen ist. Durch eine behutsame, denkmalgerechte Sanierung sollte das Haus für eine angemessene Nutzung hergerichtet und wirtschaftlich wieder überlebensfähig gemacht werden. Gleichzeitig sollte zukünftigen Generationen die Möglichkeit gegeben werden, durch den Erhalt der Hofanlage einen Blick auf die Historie des alten Bauerndorfes Othmarschen zu werfen. Kerngedanke des Konzepts war daher von Anbeginn die Öffnung des Hauses für ein breites Publikum.

Um Nachbarschaft und Freunde mit einzubeziehen, wurde ebenfalls 1983 der gemeinnützige „Verein zur Erhaltung des Röperhofs“ gegründet. Im Sommer desselben Jahres wurde bereits mit der Sanierung des unter Einsturzgefahr stehenden Südgiebels begonnen.

Nach umfangreichen weiteren Sanierungsarbeiten war 1987/88 der erste Schritt zur Öffnung des Hauses mit der Einrichtung eines Cafés in den früheren Wohnstuben des Röperhofs gemacht. 1988/89 erfolgte der Ausbau des Dachbodens im Anbau für eine Kunstakademie, die dort lichte Räume für Ateliers und eine Kunstgalerie fand.

Am 19. September 1990 wurde Christoph Mühlhans der erstmals vergebene Preis der Patriotischen Gesellschaft von 1765 für die „sensible Instandsetzung des Röper’schen Hofes“ verliehen (siehe die Kopie der Laudatio zur Preisverleihung). In den folgenden Jahren wurden weitere Büro- und Atelierflächen im Erdgeschoss des Röperhofs errichtet. In den Jahren 1995-96 wurde als letzte noch unsanierte Fläche der ehemalige Heuboden des Haupthauses zur Büro-/Ateliernutzung ausgebaut.

Diesem Ausbau kam eine besondere Bedeutung zu, da es sich um die Fläche unter dem 1000 qm messenden Reetdach des Haupthauses handelte. Der großen Feuergefährdung eines solchen Daches wurde durch eine spezielle Art der Innendämmung begegnet. Die ökologisch und bauphysikalisch gesunde Qualität des alten Gebäudes unterstreichend wurde eine Lehmputztechnik verwandt, die sogar das behördlicherseits geforderte Prüfzeugnis zur Brandsicherheit von der Materialprüfanstalt Braunschweig erhielt.

Im Jahr 1997 schließlich wurden die Räume des früheren Cafés um- und für ein Restaurant ausgebaut. Seitdem erfreut sich das „Restaurant Röperhof“ sehr großer Beliebtheit und findet in vielen Gastronomieführern Erwähnung. Neben dem laufenden Betrieb in vier Gaststuben finden in der über 100 qm messenden Deele (Diele) regelmäßig große Familien- und Geschäftsfeiern statt. Auch die Außenanlage des Röperhofs erfreut die Besucher durch eine Sommerterrasse des Restaurants und den liebevoll gepflegten Bauerngarten.

Mehrere Fernsehfilme wurden bereits in den Räumen des Restaurants gedreht und Rolf Seelmann-Eggebert räumte dem Restaurant Röperhof in seiner Fernsehdokumentation über „Schöne Landgasthöfe: Schlemmen in Hamburg“ einen besonderen Platz ein. 

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgenden Menüpunkten:

 

Ein Erfahrungsbericht

Lehmputz für ein Reetdach

Moderne Denkmalpflege

Preis der Patriotischen Gesellschaft